UHD+BD: Giganten

Man mag sicher darüber spekulieren, ob der Riesenerfolg von „Giganten“ im direkten Zusammenhang mit dem tragischen Tod von James Dean steht. Zum Zeitpunkt des Kinostarts lag Deans tödlicher Unfall gerade mal ein Jahr zurück. Sein Porsche 550 Spyder kollidierte am 30. September 1955 mit einem unvermittelt abbiegenden Ford an der Kreuzung der kalifornischen Staatsstraßen 41 und 46. Fast genau ein Jahr später starteten die „Giganten“ in den USA. Die Handlung des recht langatmigen Streifens beginnt während der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Der Texaner Bick (Hudson) kauft in Maryland den Hengst Westwind. Der Verkäufer ist Lynnton (Fix), und seine Tochter Leslie (E. Taylor) und Bick lernen sich bei dieser Gelegenheit kennen. Sie ist eigentlich mit Karfrey (R. Taylor) liiert, heiratet jedoch Bick, und zieht mit ihm zu seinem Anwesen Reata nach Texas. Dort läuft dann alles weniger glücklich ab, da Leslie sich den sozialen Mißständen hinsichtlich der mexikanischen Arbeiterschaft widmet, was Bick zutiefst mißbilligt. Es gibt trotz der Geburt mehrerer Kinder große Eheprobleme, und Leslie zieht wieder zurück nach Maryland. Bick kann sie aber überzeugen, wieder nach Texas zurück zu kommen. Dann gibt es auch noch den Ranchhelfer Jett (Dean), den Bick am liebsten rausschmeißen möchte. Aber er besitzt ein kleines Stück Land, und bohrt unverdrossen nach Öl. Eines Tages sprudelt die Quelle los, und Jett wird zum reichsten Mann von Texas. Auch Bick profitiert von den Öleinnahmen. Tochter Luz (Bakker) erhält bei einer Feier in Houston anläßlich einer Hoteleinweihung einen Heiratsantrag von Jett, weist ihn aber ab. Jett will sich danach mit Bick prügeln, ist aber zu betrunken. Die Familie reist ab, doch in einem Rasthaus gibt es Streit mit dem Inhaber, der keine Mexikaner bewirten will. Bick verliert zwar die Schlägerei, gewinnt dafür bei Leslie jedoch wieder an Ansehen. Alleine in den USA erzielte der Streifen an den Kinokassen die für damalige Verhältnisse gewaltige Summe von 35 Millionen Dollar. Damit fuhren die „Giganten“ für Warner Bros. ein Rekordergebnis ein, welches für mehr als zwanzig Jahre bestand.
Das Sprachangebot der Bluray kann sich durchaus hören lassen – neben Deutsch und Englisch stehen noch Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch und Spanisch in Dolby Digital 1.0 Mono zur Verfügung, wobei die englische Version zusätzlich auch noch in DTS HD MA 2.0 zu hören ist. Untertitelt werden kann sogar in fünfzehn Sprachen. Bei der 4K UHD starten wir einleitend mit den technischen Voraussetzungen: man benötigt hierfür einmal einen 4K Ultra-HD-TV-Monitor, welcher mit seinem HDR in der Lage ist, diese hochauflösenden Bilder wiederzugeben. Ein Abspielgerät für diese Ultra-HD-Blurays wäre als weiteres erforderlich, und die Verbindungen zwischen den einzelnen Geräten müssen mittels High-Speed-HDMI-Kabeln der Kategorie 2 geschaffen werden. Dann erscheint beim Abspielen dieser UHD-Bluray das optimale Bild, mit der angepriesenen Tiefenschärfe und Klarheit. Das Sprachangebot beschränkt sich jedoch auf fünf Sprachen, und bei den Untertiteln kann man zwischen sechs Sprachen wählen. Das Bild im Format 1,66:1 hinterlässt links und rechts kaum auffallende schwarze Balken auf den gängigen TV-Monitoren.               
Bei den Extras bieten beide Scheiben Audiokommentare, und die Bluray wartet zusätzlich noch mit der Dokumentation „Behind the Scenes“ zu Regisseur Stevens auf, worin sich mehrere Kollegen über ihn äußern.
Ulrich K. Baues