UHD+BD: Blaues Hawaii

Dieser Spielfilm startete in den USA im November 1961. Schon damals sorgte er mit seiner sommerlichen Szenerie und den leuchtenden Farben für entspannte anderthalb Stunden Unterhaltung an trüben Wintertagen. Und auch jetzt, in der gegenwärtigen dunklen und regnerischen Jahreszeit bei uns, heitern UHD oder Bluray mit strahlenden Farben und unkomplizierter Handlung ein bißchen auf. Maile (Blackman) rast im MG-Cabrio mit überhöhter Geschwindigkeit zum Flughafen von Honolulu. Der Grund: ihr Freund Chad (Presley) landet dort in wenigen Minuten. Sogar die Motorradstreife der Polizei hat hierfür ein Einsehen, und geleitet sie sicher dorthin. Chad leistete die vergangenen zwei Jahr seinen Militärdienst ab, und soll nun in die väterliche Ananashandlung eintreten. Nach einer etwas turbulenten Begrüßung fahren die beiden zuerst zu ihrem Strandhaus in Wikiwiki. Auch Chads hawaiianische Freunde entdecken sie dort bald, und freuen sich. Es wird natürlich auch gemeinsam Musik gemacht. Nach wenigen Tagen erfahren Chads Eltern jedoch auch von seiner Rückkehr, und somit muss er sie endlich besuchen. Allerdings verläuft nicht alles harmonisch, denn Chad will beruflich unbedingt auf eigenen Füssen stehen, und eben nicht in die besagte Firma einsteigen. Vater Fred (Winters) und Mutter Sarah (Lansbury) erwarten dies natürlich von Chad, doch er verlässt die Wiedersehensparty. In der Firma von Maile heuert er als Reiseführer an, und erhält sogleich den Auftrag zur Begleitung der Lehrerin Abigail Prentace (Walters) samt ihren vier fast erwachsenen Schülerinnen. Eine davon heißt Ellie (Maxwell), langweilt sich, und schikaniert alle mit ihren Launen, besonders Chad. Dies entwickelt sich später dramatisch, als sie von Chad abgewiesen wird, und Selbstmord beabsichtigt. Chad rettet sie aus dem Wasser, und danach geht es ruhiger zu. Zwischendurch unterhält Chad alle mit seinen Ideen, wie Bootsfahrten oder Strandpartys. Amouröse Entwicklungen enden letztendlich zufriedenstellend, denn Abigail und Freds Partner Jack (Archer) werden ein Paar, und zu guter Letzt natürlich auch Maile und Chad. Jack gelingt es sogar, Fred und Chad an einen Tisch zu holen, und geschäftlich zusammen zu bringen, denn Chad und Maile wollen heiraten, ein Reisebüro gründen, und sich touristisch um die Vertreter der Ananashandlung kümmern. Sarah fällt bei der Nachricht von der geplanten Trauung in Ohnmacht. Den Schluss bildet die aufwendige Hochzeitsfeier von Chad und Maile.
Bei „Blaues Hawaii“ handelt es sich um den erfolgreichsten Kinofilm von Elvis Presley. In der entsprechenden Jahresauswertung der Fachzeitschrift Variety für 1961 steht „Blue Hawaii“ auf Position 18, wogegen sich dort die beiden weiteren Kinofilme des „King“ sich mit den Plätzen 41 (für „Wild in the Country“ – Lied des Rebellen) und 48 (für „Flaming Star“ – Flammender Stern) begnügen müssen. In Deutschland erzielte das „Blaue Hawaii“ 1962 deutlich weniger Resonanz.
Im Laufe der Filmhandlung nutzt Elvis natürlich jede Gelegenheit, um einen Song unterzubringen. Die Soundtrack-LP „Blue Hawaii“ (RCA Victor LSP-2426) erschien in den USA kurz vor dem Kinostart mit vierzehn Aufnahmen. Von Dezember 1961 bis Ende April 1962 stand die Scheibe zwanzig Wochen lang ununterbrochen auf der Spitzenposition bei den „Top LPs“ des Fachmagazins Billboard. Auch in Großbritannien erreichte sie Platz 1, und hielt sich dort mit Unterbrechung insgesamt achtzehn Wochen. In den USA koppelte man als einzige Single „Can't Help Falling In Love“ b/w „Rock-A-Hula Baby“ (RCA Victor 47-7968) aus. Beide Titel landeten dort in den Charts, und „Can’t Help“ sogar auf dem 2. Platz in den Hot 100 von Billboard. In Europa gab es auch Singles mit dem Song „No More“, die ebenfalls gute Plazierungen einfuhren. So erreichte der Titel in den Niederlanden und in Spanien die Nummer 1 der jeweiligen Hitparaden, und in (West-)Deutschland langte es immerhin zu einer Position 12.
Zur Auswahl bei den Sprachen stehen auf der Bluray Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch in Dolby Digital 2.0 Mono zur Verfügung, wobei die englische Version zusätzlich auch noch in Dolby TrueHD 5.1 aufgespielt wurde. Die gleichen Sprachen gibt es auch als Untertitelungen. Bei der UHD fällt das Angebot etwas sparsamer aus, denn einzig Deutsch und Französisch laufen in Dolby Digital 2.0 Mono, und Englisch ausschließlich in Dolby TrueHD 5.1. Die Untertitel beschränken sich auf Englisch und Französisch. Das Bild im Format 2,35:1 hinterlässt auf den gängigen TV-Monitoren oben und unten schwarze Balken. Beim Bonusmaterial lässt sich auf der Bluray eine von Historiker James L. Neibaur kommentierte Fassung anwählen. Dazu werden der Original-Kinotrailer und ein sogenanntes Fotoalbum geboten, mit unzähligen s/w-Aufnahmen von den Dreharbeiten zum Film. Die UHD enthält keine solchen Extras. Übrigens, das Hintergrundbild beim Auswahlmenü zeigt zwar Elvis inmitten von Eingeborenen beim Schlagen einer Trommel, entstammt jedoch nicht dem „Blauen Hawaii“, sondern aus dem 1966er Elvis-Film „Südsee Paradies“.
Hinsichtlich der 4K UHD folgen hier die technischen Voraussetzungen. Man benötigt einen 4K Ultra-HD-TV-Monitor, welcher mit seinem HDR (High Dynamic Range) in der Lage ist, hochauflösende Bilder wiederzugeben. Ein entsprechendes Abspielgerät für diese Ultra-HD-Blurays ist zusätzlich gefordert, und zur Verbindung zwischen den Geräten müssen High-Speed-HDMI-Kabel der Kategorie 2 eingesetzt werden. Nur so zeigt sich beim Abspielen einer UHD-Bluray die angepriesene Tiefenschärfe und Klarheit.
Da Weihnachten quasi vor der Tür steht, setzt euer Country Mag hier noch einen drauf. Zusammen mit Paramount Home Entertainment verlosen wir nämlich sowohl eine Bluray, als auch eine UHD+BD-Ausgabe von „Blaues Hawaii“. Die Teilnahme an der Verlosung dürfte wieder immer keine Probleme verursachen, denn eine eMail mit genauer Absenderangabe an

genügt, und man hat die Chance auf Gewinn der Bluray oder gar der UHD+BD-Ausgabe. In die Betreffzeile gehört natürlich: „Blaues Hawaii“. Als Einsendeschluss gilt diesmal der 20. Dezember 2022.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen sämtlichen Teilnehmer/inne/n natürlich wie stets viel Glück!
Ulrich K. Baues