Kyle Park: Beggin‘ For More

Schon 2011 bescheinigten wir dem in Austin/Texas beheimateten Kyle Park anlässlich seines Albums "Make or break me" eine Menge Kreativpotential und dass man ganz sicher noch einiges von ihm hören werde. Parks Entwicklung geht seitdem steil nach oben. Seine Fangemeinde wächst pausenlos, seine Shows sind ausverkauft und spätestens seitdem er mit dem ungemein frischen, knackigen, von saftigen Gitarren-Hooklines und wunderbaren Steel-Fills geprägten, traumhaft melodischen Country-/New Country-Knaller "The night is young" die Spitze der Texas Music Charts erklomm, ist er in aller Munde. Dieses großartige Stück ist die Lead-Single seines nun vorliegenden, großartigen, neuen Albums "Beggin' for more", das Kyle auf dem Höhepunkt seines bisherigen Schaffens präsentiert. Was wir hören ist allerbester, frischer, dynamischer Texas Country und New Country mit einem Hauch von Red Dirt-Flair. Durchaus sehr traditionell verwurzelt, schafft der Singer-Songwriter (sämtliche Stücke stammen aus seiner Feder, ein paar davon gemeinsam mit Co-Writern, wie etwa das flockige, flotte, mit feinen Acoustic Gitarren, Dobro und schöner Pedal Steel instrumentierte, flüssige "You make me believe", das er gemeinsam mit Cody Johnson komponierte) eine prima Synthese aus klassischem Texas Country, Honky Tonk, Outlaw Country und "jungen", absolut Nashville-kompatiblen New Country-Elementen. Das Songwriting ist klasse, alles wirkt frisch und flott, eingebunden in ausgezeichnete Melodien. Die Uptempo-Tracks überwiegen, aber es gibt auch die ein oder andere, hervorragende Ballade, wie beispielsweise das wieder prima ins Ohr gehende, in einem prächtigen Fiddle-, Dobro-, Steel-Gewand kommende, mit feinen Baritone Guitar-Klängen inszenierte "Like nobody will". Das Album ist voll mit potentiellen Hits. Nehmen wir nur den tollen, von einem feinen Boogie-Rhythmus angetriebenen, lupenreinen Honky-Tonker "Beggin' for more", den starken, etwas "angerockten" Outlaw Country-Shuffle "Turn that crown upside down", der mit seinem Southern-Flavor klar an Waylon Jennings, Hank jr. und Charlie Daniels erinnert (schöne Fiddle, erdige E-Gitarre), oder das herrliche, wunderbar lockere, gar mit einem wundervollen George Strait'schen "Amarillo by morning"-Feeling daher kommende "Fit for the king" (tolles Zusammenspiel von Fiddle, Pedal Steel und E-Gitarre). Park wird von einer Schar erstklassiger Musiker begleitet, wie zum Beispiel John Carroll (guitars), Cindy Cashdollar (dobro), Larry Franklin (fiddle), Tommy Detamore und Milo Deering (steel guitar), Clint Blacks altem Weggefährten Hayden Nicholas (guitars), Glenn Fukanaga (bass) und Will Armstrong (drums) - auch das ein Garant für das erstklassige Ergebnis, das Park mit diesem Album abliefert. Keine Frage, er ist auf dem besten Weg sich fest in der Liga solcher Kollegen wie Aaron Watson, Trent Willmon, Kevin Fowler & Co. zu etablieren. Klasse Album von Kyle Park - eindeutig seine bis dato stärkste Vorstellung!
www.kylepark.com
Jürgen Thomae