Kix Brooks: New To This Town

Kix Brooks hat Musikgeschichte geschrieben, gemeinsam mit Ronnie Dunn als ein Teil von Brooks & Dunn. Beide haben sich nach jahrzehntelangem Erfolg dazu entschlossen, getrennte musikalische Wege zu gehen, um einfach nochmal was Neues zu starten.
Kix Brooks hatte bereits vor seiner Zeit mit Brooks & Dunn versucht, eine Solokarriere in Gang zu bringen. Mit mäßigem Erfolg. Einmal landete er unter ferner liefen 1983 in den Charts mit „Baby, When Your Heart Breaks Down“ (Platz 73) und ein zweites Mal 1989 mit „Sacred Ground“ (Platz 87). Erfolgreich wurde er dann mit Ronnie Dunn zusammen. Im Doppelpack war das was Besonderes, getragen fast immer durch die tolle und unbestritten bessere Stimme von Ronnie Dunn. Solo ist Kix Brooks nichts Besonderes. Im Gegenteil, die meisten heutigen Künstler hängen ihn locker ab. Da kann Kix Brooks noch so sympathisch sein, was er in der Tat wirklich ist, seine Musik haut mich nicht von Hocker. Sei es das flotte „Complete“, das knackige „Tattoo“ oder der Opener „New To This Town“, in dem der Rockmusiker und Slidegitarrist Joe Walsh gefeatured wird. „Bring It On Home“ ist eine schöne traditionelle Nummer. Eingängig und angenehm anzuhören.
Toll produziert, klasse Künstler, die Songs sind auch nicht schlecht. Und dennoch kommt zumindest bei mir nicht wirklich was rüber.
„Brooks“ war als Teil von Brooks & Dunn“ magisch. Da hat einfach alles gepasst. Als „Brooks“ allein fehlt ihm mindestens die Hälfte der damaligen Magie. Zudem muss er sich als Solist mit anderen messen lassen. Und da gibt’s eindeutig eine ganze Menge Künstler, die weniger langweilig daherkommen.
Iris Paech