Illegale Jagden mit Countrystars veranstaltet

Inmitten eines Skandals um illegale Jagden auf Großwild durch Mitglieder des Stammes der Blackfoot Indianer in einem Reservat im US Bundesstaat Montana, tauchen auch die Namen der Countrystars Justin Moore und Josh Thompson auf, die beide an solchen Jagden beteiligt gewesen sein sollen. Vor einem Gericht in der Stadt Great Falls, Montana, wurden nun die drei Hauptverdächtigen wegen Veranstaltung illegaler Jagden auf Großwild, wegen Falschaussage, wegen illegalen Verkaufens von Tierkadavern, die dem Stamm der Blackfoot gehören, und weiterer Delikte angeklagt. Alle drei Angeklagten plädieren auf unschuldig.
Sie sollen u. a. für eine Filmcrew aber auch für Countrystars wie Moore und Thompson Großwildjagden im Reservat veranstaltet haben. Dabei sollen die Angeklagten, alle drei hochrangige Vertreter ihres Stammes, im Gegenzug Konzerte der Künstler und Auftritte in Fernsehshows bekommen haben. So soll Thompson im Oktober 2010 einen großen Hirsch erlegt haben bei einer Jagd, die auch auf der Internetseite der TV-Serie zu sehen sein soll. Ein Jahr später soll auch Justin Moore einen Hirsch geschossen haben. Beide Countrysänger sind bislang nicht angeklagt worden.
Der Stamm der Blackfoot Indianer darf legal jedes Jahr zwischen 5 und 10 Jagden veranstalten, um damit Einnahmen für die Gemeinschaft der Blackfoot zu generieren. Dabei kosten die Abschüsse einzelner Tiere unterschiedlich Geld. So zahlt ein Jäger für einen Schwarzbären 1500 US Dollar und für einen großen Hirschen bis zu 17.000 US Dollar. Die drei Angeklagten sollen nun unerlaubt weitere Jagden veranstaltet haben und dabei u. a. auch Stammesgeld missbraucht haben, um Angestellte der Jagd zu finanzieren.