DVD: Die Schurken vom Bolivar

Eine exotische Kulisse erwartet den Betrachter, denn der Streifen spielt in einer offensichtlich sehr abgelegenen Gegend Südamerikas namens Guadagil. Modefotograf Morris (Garner) soll hier Werbebilder für einen Lippenstift mit dem Namen „Pink Jungle“ schießen. Er reist mit dem wöchentlich verkehrenden Wasserflugzeug an. Per Hubschrauber landet kurz darauf das Model Alison (Renzi), begleitet von Ortega (Ansara) vom Touristenamt. Kaum angekommen, entert ein Unbekannter den Helikopter, und verschwindet damit. Somit müssen sich alle erstmal der Einreiseprozedur seitens Colonel Celaya (Mioni) unterziehen. Er gibt vor, sie für US-Agenten zu halten, und untersucht sämtliche der als Werbematerial mitgebrachten Lippenstifte. Morris und Alison ziehen nun ins schäbige Hotel Bolivar des Ortes, und mieten sich einen heruntergekommenen Wagen, um aus Langeweile ein bißchen herumzufahren. Kurz hinter der Stadtgrenze werden sie gestoppt. Der Mann heißt Ryderbeit (Kennedy), und ist auch derjenige, der den Hubschrauber kaperte. Man setzt sich nun in die örtliche Bar, wo sich plötzlich auch Ortega mit einigen Männern aufhält. Die bislang eher heitere Handlung erhält nun einen brutaleren Anstrich. Es geht plötzlich um den Zugang zu einer Diamantenmine, wozu Ryderbeit und sein Partner Stopes (Rose) Geld für die Ausrüstung benötigen. Kurz darauf wird Stopes ermordet, und die Polizei verdächtigt die drei. Als sie zur Mine aufbrechen, stößt Stopes ehemaliger Partner McCune (Green) zu ihnen. Allerdings wird er rasch gegenüber Alison zudringlich. Schließlich flüchtet er mit allen Vorräten samt Ausrüstung, wird jedoch gestellt, und von Ryderbeit erschossen. Dann stößt das Trio auf Ortega und seine Männer, die bereits per Hubschrauber die Diamanten einsammeln. Nach einem Schusswechsel wird er von ihnen gefangen genommen, und sie fliegen mit dem Hubschrauber samt Diamanten zurück nach Guadagil. Nachdem Morris und Alison samt Ortega aussteigen, flüchtet Ryderbeit mit dem Hubschrauber und den Diamanten. Colonel Celaya stellt nun erfreut fest, dass es sich bei Ortega um einen gesuchten Revolutionär handelt. Alison und Morris können nun zusammen ausreisen, doch das nächste Flugzeug landet erst in ein paar Tagen. Mangels anderer Transportmöglichkeit nehmen sie nun ein Doppelzimmer im Hotel Bolivar. Dann holt Morris sein geheimes Funkgerät heraus, und fordert bei seinem Kontaktmann Unterstützung an. Er ist also doch ein US-Agent.
James Garner, als „Maverick“ hinlänglich bekannt, stand vor „Bolivar“ noch als Wyatt Earp bei den „Fünf Geächteten“ vor der Kamera, und bewunderte danach Debbie Reynolds in der Filmkomödie „Der türkisfarbene Bikini“. Gleichfalls kurz vor dem Drehbeginn von „Bolivar“ kämpfte George Kennedy gemeinsam mit Dean Martin und James Stewart noch gegen „Bandolero!“.
Als Extra enthält die DVD einen verkleinerten Nachdruck der zugehörigen Ausgabe der „Illustrierten Film-Bühne“. Bei den Sprachen lässt sich zwischen Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 wählen, jedoch gibt es keine Untertitel. Das hier verwendete Bildformat ist 1,33:1, und zeigt auf den 16:9-Monitoren links und rechts schwarze Balken.
Ulrich K. Baues