Das große Buch vom Wilden Westen – Die Pionierzeit Amerikas

Den Wilden Westen gab es wirklich – wenn auch teilweise gar nicht so, wie man ihn gemeinhin vom Kino oder Fernseher her kennt. Thomas Jeier geht in diesem Buch der Geschichte und dem tatsächlichen Wesen des “Wild West“ nach. Es gab schließlich nicht nur Cowboys und Indianer, denn der eigentliche Western-Mythos begann bereits mit den Spaniern. Jeier stellt hier alle Facetten dieser Entwicklung vor, die ersten Besiedlungen, den Goldrausch, die Rinderherden, also alles, was sich irgendwie mit dem Weg nach Westen verbinden lässt. Es gibt geschichtliche Ableitungen, es werden berühmte Personen vorgestellt, und wichtige Errungenschaften genannt, wie z. B. auf dem Gebiet des Transports die Postkutschen, Schaufelraddampfer und Eisenbahnen. Berüchtigte Persönlichkeiten wie Richter Roy Bean oder Wesley Hardin werden durch Porträts geehrt, bekannte Trails durch wenig erforschte Gebiete beschrieben, usw. Und alles wird mittels unzähliger s/w-Abbildungen aufgelockert, darunter einige Zeichnungen und viele Fotos. Auch Hollywood mit seinen Western-Filmstars und Romanautoren wie Zane Grey werden in diese Thematik einbezogen. Den Abschluss bildet die Spurensuche im heutigen Wilden Westen, was mancher Leser sicherlich sofort in seine Urlaubspläne mit aufnehmen dürfte.

Ulrich K. Baues