CMA Awards hieven Chris Stapleton erneut in die Charts

Als sein Album „Traveller“ im Frühsommer 2015 in den USA erschien, blieben die Wellen, die Chris Stapleton damit machen konnte sehr flach. Nun, nach seinen drei Trophäen bei den Country Music Association Awards Anfang November, schlagen die Wellen in den Charts hoch.
Stapleton ist der erste Künstler in der Geschichte der Billboard 200 Album Charts in den USA, dem es gelang nach dem verschwinden aus den Charts noch einmal von Null auf Platz 1 zurückzukommen. Und auch in der neuen Woche (Zählung endete am 12. November, Charts gelten dann vom 28. November) bleibt der vollbärtige Countrysänger, Gitarrist und vor allem auch Songschreiber Chris Stapleton auf Platz 1 in den USA.
In diesem Jahr gelang neben Stapleton erst einem Act sich zwei Wochen auf Platz 1 der Billboard 200 zu halten, auch das war mit Luke Bryan und seinem Album „Kill The Lights“ ein Countrykünstler.
Mit seinem Einstieg auf Platz 2 der Charts folgt mit Eric Church und seiner neuen Produktion „Mr. Misunderstood“ ein weiterer Künstler aus dem Nashville Metier.
Und auf Platz 5 folgt Tim McGraw mit seiner neuen Produktion „Damn Country Music“.
Die CMA Awards haben für ordentlich Wirbel in den amerikanischen Charts gesorgt. Bleibt zu hoffen, das der Trend mit Stapleton und seinem eher traditionellen Album wegweisend ist gegen den Trend des sog. „Bro-Country“ mit den mittlerweile kaum noch zu unterscheidenden Sängern wie Brett Eldredge, Thomas Rhett, Sam Hunt, Jason Aldean, Florida Georgia Line etc, etc, etc anhält.
Vor wenigen Jahren hieß es schon einmal nach dem Award Hype um Kacey Musgraves - die Country Music werde gerettet - doch diese Hoffnung war trügerisch.
Ob Chris Stapleton wieder nur ein Strohfeuer bleibt oder tatsächlich der Aufbruch in eine bessere Zeit für echte Country Music sein kann, das wird die Zeit zeigen.
In der Gegenwart atmen die Fans echter Country Music mal wieder durch, wenn er im Radio zwischen den ganzen Rockern, Country Hip Hoppern und Rappern läuft.