CD: The South Austin Moonlighters - Burn & Shine

Tolles Quartett gestandener Musiker, der Name sagt es schon, aus Austin/Texas, deren Karriere, auch das ist nicht neu, mit Auftritten im legendären "Saxon Pub" von South Austin so richtig ins Rollen kam. Auch bei den Resentments und vor allem bei der großartigen The Band Of Heathens war das schon so. Da haben wir auch schon die musikalischen Bezugspunkte, denn wie auch die oben genannten Künstler präsentieren die South Austin Moonlighters eine umwerfende, von höchster musikalischer Kompetenz geprägte "Mugge" zwischen Rootsrock und Americana Rock, mit Spuren von Swamp-, Funk-, Red Dirt-, Blues-, Southern-, Countryrock-, Jam- und Texas Rock-Elementen, die ihr Label kurzerhand als "Texamericana Rock" bezeichnet - und irgendwie trifft dies die Musik der SAM genau. Ihr musikalischer Bogen scheint sich von besagter The Band Of Heathens, bis zu den Doobie Brothers, von Little Feat bis zu The Band und von Albert Lee bis zu solchen Texas-Kollegen wie Uncle Lucius und den Wheeler Brothers zu spannen. Alle Mitglieder sind hervorragende Sänger, dazu verfügen sie mit Phil Hurley und Josh Zee über zwei äusserst fähige Lead Gitarristen, die immer wieder mit exzellenten, wechselseitigen Soli überzeugen. Nicht nur solche Nummern wie der dezent psychedelisch angehauchte, kernige Rootsrocker "Land mines", das gar an alte Stephen Stills oder Manassas-Tage erinnernde "Found my way back", der wundervolle, von vielschichtigen Gitarren umgebene Countryrocker "Old engine", der twangige, ordentlich abgehende Hillbillie-/Countryrocker "King of Friday night" (grandiose, wieselflinke Gitarrenläufe), das schwüle, schön funky kommende, bluesige, Southern Rock-lastige "Once I saw a UFO", der mächtig groovende, von tollen Lead Gitarren, Slide und herrlich klimperndem Piano durchzogene, kraftvolle Rootsrocker "One more time", oder das swampige, stampfende, dichte, mit viel Soul, toller Rhythmik und ordentlich Southern-Feeling gespickte "29 miles" sind absolute Highlights des Albums - nein, die komplette Scheibe setzt einen spannenden Reizpunkt nach dem nächsten. Der Titelsong "Burn & shine" stammt übrigens aus der Feder von von Phil Hurley und Shurman-Frontmann Aaron Beavers, auch eine Band, die durchaus als Vergleichsgröße der South Austin Moonlighters herhalten kann. SAM: Eine tolle, neue Band gestandener Musikveteranen mit einem erstklassigen Studio-Debut. Großartig! Diese Truppe wird uns sicher auch in Zukunft noch sehr viel Freude bereiten...

Jürgen Thomae

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