Buch: Western Movies – A guide to 5,105 Feature Films

Ziemlich genau ein Vierteljahrhundert nach der Erstveröffentlichung gibt es die “Western Movies“ nun in zweiter Auflage zu erwerben. Seit dem ersten Erscheinen des Buches entstanden mehr als neunhundert neue Western-Produktionen, und diese fanden natürlich hier Aufnahme. Somit lässt sich jetzt bei quasi jedem Western die gewünschte Information nachschlagen, sei es Filmgesellschaft, Regisseur, Drehbuch, Darsteller, sowie Inhaltsangabe. Die Spanne reicht von den Tagen des Stummfilms bis hin zu den aktuellen Produktionen wie “True Grit“ oder “Cowboys & Aliens“ und enthält nicht nur reine Hollywood-Schinken, sondern auch Arbeiten aus den europäischen Studios; somit fanden auch beispielsweise Karl-May-Filme der sechziger Jahre hier Eingang, und sogar auch einige der DEFA-Indianerfilme. Als Auswahlkriterium diente wohl deren Kinostart in den USA. Einziges Manko, jedenfalls für Nutzer außerhalb der USA und Kanada, ist die strikte alphabetische Ausrichtung nach dem US-Titel, will heißen, ohne dessen Kenntnis findet man den betreffenden Film allenfalls durch Recherche über das Verzeichnis der Darsteller. Allerdings: bei den “Winnetou“-Streifen wird ein Hinweis auf den jeweiligen US-Kinotitel gegeben, wahrscheinlich weil genau dieser Originaltitel im allgemeinen Sprachgebrauch eher bekannt sein dürfte. An Illustrationen bietet die Neuauflage Szenenfotos und Filmplakate, alle in s/w. Da inzwischen der ähnlich konzipierte zweite Band der “Western and Frontier Film and Television Credits 1903-1995“ (ebenfalls bei McFarland erschienen, siehe Western Mail Juni 2005) nicht mehr erhältlich ist, weder für Geld noch gute Worte, dürfte der Kauf dieser aktualisierten Ausgabe der “Western Movies“ sicherlich eine lohnende Investition für jeden an Filmen dieses Genre Interessierten darstellen.

Ulrich K. Baues