Buch: Peckinpah’s Tragic Westerns – A Critical Study

Der Kalifornier Sam Peckinpah startete seine Karriere als Regisseur gegen Ende der fünfziger Jahre im US-Fernsehen, genauer gesagt, er zeichnete für einzelne Folgen der damals sehr gefragten TV-Westernserien verantwortlich. Einzelne Episoden von „Westlich von Santa Fe“ oder „Abenteuer im Wilden Westen“ entstanden unter seiner Leitung. Seine erste eigenständige Regiearbeit für einen Spielfilm leistete er 1961 mit „Gefährten des Todes“ (Deadly Companions), einem trotz Titel noch relativ harmlosen Western mit Maureen O’Hara und Brian Keith in den Hauptrollen. Ein kleines bisschen gewalttätiger ging es dann 1962 in „Sacramento“ (Ride the High Country) zu, worin Randolph Scott und Joel McCrea die Hauptrollen innehatten. Aber dann folgten 1965 mit „Sierra Chariba“ (Major Dundee) und 1969 mit „Sie kannten kein Gesetz“ (The Wild Bunch) zwei Western, die teils höchst brutale Szenen enthielten, je nach veröffentlichter Version. Weitere Streifen folgten, wie „Pat Garret jagt Billy the Kid“, oder „Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia“, alle in Fachkreisen hochgelobt. In diesem Buch werden die vier tragischen Western unter seinen Arbeiten ausführlich bewertet. Zusätzlich gibt es mit „Noon Wine“ eine Episode aus der hierzulande nicht gezeigten TV-Serie „ABC Stage 67“, die ebenfalls einer entsprechenden Beurteilung unterzogen wird. Die Autoren analysieren detailliert die Charaktere und Handlungen der jeweiligen Western, um Peckinpahs eigenen Regiestil darzustellen. Ergänzend hierzu lassen sie einen ungewöhnlich umfangreichen Teil mit Anmerkungen folgen. An Illustrationen bietet das Buch nur wenige im Text eingestreute s/w-Fotos.

Ulrich K. Baues