Buch: Hawaii – Handbuch für individuelles Entdecken

Bevor Kenny Chesney oder Jimmy Buffett die Karibik zum erweiterten Territorium der Country Music erklärten, gab es auf der anderen Seite der USA ein ähnliches Traumland – Hawaii. Vielbesungen („Hawaiian Wedding Song“), in Filmen verherrlicht („Blaues Hawaii“), als Schauplatz spektakulärer Konzerte genutzt („Elvis – Aloha from Hawaii via Satellite“) trug Hawaii auch ganz besonders durch die Steel Guitar maßgeblich zum traditionellen Sound der Country Music bei. Diese Inseln stehen heute noch unangefochten als Synonym für Traumurlaub, und wenn man diesen Reiseführer durchgearbeitet hat, wird man solch ein Ferienparadies unbedingt hautnah erleben wollen. Autor Vollmer bereitet den Urlauber mit seinem Handbuch bestens vor. Die anfänglichen Hinweise auf Anreise, Bevölkerung, Sprache, Klima, und besonders auf die entstehenden Reisekosten dürften bei einer Planung sicherlich mehr als hilfreich sein. Und die im Anhang gegebenen Reisetipps über Einreisebestimmungen, Versicherungen, Gesundheitsversorgung, Unterkünfte, Mietwagen, und Finanzmittel sollten unbedingt beherzigt werden. Viel lieber wird man sich aber erst mit den Vorstellungen der einzelnen Eilande befassen. Jeder Insel widmete der Autor ein eigenes Kapitel, beginnend natürlich mit Oahu, mit seinem Waikiki Beach und der Stadt Honolulu. Hier – und in den Abschnitten über die anderen Inseln auch – dominieren die nötigen örtlichen Informationen, über Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Heiratsmöglichkeiten, Naturschönheiten, Übernachtungshinweise, Sehenswürdigkeiten, und auch kulinarische Tipps. Helikopterflüge, Kajakfahrten, Surfen, Vulkanbesteigungen, auf alles Machbare an Aktivitäten geht der Autor hier ein. Willkommene Unterstützung bieten die durchgehend farbigen Illustrationen, sowie das ausführliche Kartenmaterial. Auch ein bisschen Geschichte darf im Buch ebenfalls nicht fehlen, weil wohl manchem Besucher die Existenz eines von den USA annektierten Königreichs Hawaii zuvor kaum bekannt gewesen sein dürfte. Man wird nach Lektüre dieses Reiseführers schnell feststellen, dass die Inseln weitaus mehr als nur Traumstrände zu bieten haben, und daher für einen reinen Badeurlaub eigentlich zu schade sind.

Ulrich K. Baues