Bluray: Zusammen in Paris

William Holden stand auch während der sechziger Jahren im Rampenlicht. Der im März 1954 für seine Rolle im Kriegsfilm „Stalag 17“ mit einem Oscar geehrte Darsteller verfügte bekanntlich über reichlich Erfahrung Western-Genre. Bereits 1940 sah man ihn in „Arizona“, oder 1949 bei den „Todesreitern von Laredo“, sowie 1959 an der Seite von John Wayne in „Der letzte Befehl“; stets brachte er es auf respektable Mitwirkungen. Hier in der Komödie „Zusammen in Paris“ folgte er einem kurzlebigen Trend, der im Hollywood der sechziger Jahre mehrfach praktiziert wurde – er wirkte in einer Produktion mit, die in Frankreich spielt. Kurz zuvor starteten Cary Grant und Audrey Hepburn in den USA beispielsweise mit dem erfolgreichen Kriminalfilm „Charade“, und „Madame Coco“ mit James Garner folgte bald darauf, mit etwas weniger Zuspruch. Holden spielt in „Paris“ die Rolle des Autors Benson, der das Drehbuch zum geplanten Streifen „Das Mädchen, welches den Eiffelturm stahl“ schreiben soll. Er wird hierfür pro Woche gut bezahlt, kommt jedoch nicht vorwärts. Zeitlich nun deutlich im Rückstand liegend, engagiert er notgedrungen Gabrielle (Hepburn) als Sekretärin. Überraschenderweise harmonieren die beiden hinsichtlich des geplanten Drehbuchs tatsächlich in kurzer Zeit.
Es gelingt ihnen, sich mit den Rollen der Hauptdarsteller zu identifizieren, und das Drehbuch nimmt endlich Konturen an. In filmischer Perfektion gelingt natürlich alles relativ reibungslos, beruflich nicht ganz, privat dafür vollendet. Die Gastauftritte von Tony Curtis und Mel Ferrer fügen sich fast nahtlos in die manchmal etwas verwirrende Handlung ein. In einer kurzen Szene begrüßen sich sogar zwei Indianer, und Benson trägt in mehreren Passagen Cowboy-Kluft. Diese stand Holden natürlich bestens; kein Wunder, dass man ihn schon 1966 wieder in Western wie „Alvarez Kelly“, und später in der „Wild Bunch“, bewundern konnte.
Die Bluray bietet ein sauberes Bild im Format 1,78:1, und weist daher auf 16:9-Monitoren keinerlei schwarze Bildränder auf. Mit Deutsch, Englisch und Französisch kann man zwischen drei Sprachen wählen. Untertiteln lässt sich in fünf Sprachen, außer den drei Genannten auch auf Spanisch und Japanisch. Der Original-Kinotrailer stellt das einzige Extra dar.
Ulrich K. Baues