Bluray: Warlock – Der Mann mit den goldenen Colts

Das Thema dieses Westerns – der jetzt ausschließlich unter dem US-Titel “Warlock“ beworben wird – kennt man aus unzähligen anderen Filmen: das Städtchen Warlock in Utah wird von den Leuten der San Pablo Ranch tyrannisiert. Dies duldet und fördert deren mächtiger Rancher McQuown (Drake). Kein Deputy Sheriff hält sich hier lange. Allerdings sagt nicht allen Cowboys die gewalttätige Art des Ranchers zu. Die Bewohner beauftragen in ihrer Not Marshall Blaisdell (Fonda) zu ihrem Schutz. Anfangs erledigt er dies im Sinne der Bürger, und hält die Cowboys unblutig in Schach. Dadurch nähert er sich Jessie (Michaels) an, die ihn zuerst als bloßen Revolverhelden betrachtete. Allerdings kam Blaisdell in Begleitung seines Freundes Morgan (Quinn) nach Warlock, der nun dort inzwischen den Saloon der Stadt als „French Palace“ betreibt. Somit beherrschen jetzt genau diese beiden Personen Warlock. Hinzu kommt noch das Eintreffen von Lily (Malone), die eine persönliche Rechnung zu begleichen hat. Und auch Morgan spielt eine undurchsichtige Rolle in der ganzen Konstellation. Die Probleme kochen schnell hoch, und schließlich lässt sich Gannon (Widmark), einer der bisherigen McQuown-Leute, zum Deputy Sheriff ernennen. Die Rache seines Ex-Bosses besteht aus der üblen Verletzung seiner Schußhand. Mit Curley (Kelley) stellt sich noch ein weiterer McQuown-Mann gegen seinen Chef. Die Geschehnisse laufen nun auf mehrere Auseinandersetzungen hinaus. Zum einen spitzt sich das zuvor kameradschaftliche Verhältnis zwischen Blaisdell und Morgan böse zu, wobei der Marshall im tödlichen Duell Sieger bleibt, und zum anderen zwischen Blaisdell und Gannon. Auch hier zieht der Marshall schneller, drückt aber nicht ab, sondern wirft die Colts mit den goldenen Griffen auf die Straße, und reitet ohne Jessie aus Warlock hinaus.
Die Bluray zeigt die ungeschnittene Version mit rund 122 Minuten Laufzeit. Hier startet der Streifen mit der schäbigen Art und Weise, wie der bisherige Deputy Sheriff von McQuowns Leuten aus dem Amt gejagt wird. Diese fehlt in der deutschen Fassung. Weiterhin gibt es einige in der hiesigen Kinoversion entfallene Szenen, die an den deutsch untertitelten englischen Dialogen erkennbar sind. Diese auf nur 109 Minuten gekürzte deutsche Kinoversion lässt sich als eines der beiden Extras aufrufen, und damals hieß der Film tatsächlich noch „Der Mann mit den goldenen Colts“. Im zweiten Extra sieht man den passenden Kinotrailer, worin Henry Fonda auf Deutsch synchronisiert den Zuschauern den Besuch dieses Westerns empfiehlt.
Das verwendete 2,35:1-Cinemascope-Bildformat verursacht auf den gängigen 16:9-Monitoren oben und unten schwarze Balken. Beim Ton lässt sich zwischen Deutsch oder Englisch in DTS-HD MA 2.0 wählen, bei den möglichen Untertitelungen wird einzig Deutsch angeboten.
Ulrich K. Baues