Bluray: Lied des Rebellen

Dieses in Kalifornien gedrehte, jedoch in den Appalachen angesiedelte, Drama passt so gar nicht zu den landläufigen Vorstellungen über Elvis-Filme. Es beginnt mit einer heftigen Prügelei zwischen den Brüdern Glenn (Presley) und Hank (West), die für Hank übel endet. Glenn muss deshalb vor eine Kommission, und erhält als Strafe auf Bewährung einen Aufenthalt bei seinem Verwandten Braxton (Mims), wo er in dessen kleiner Brennerei mitarbeiten soll. Beaufsichtigt wird das Ganze von der Bewährungshelferin Irene (Lange). Braxton hegt die Hoffnung, dass seine Tochter Noreen (Weld) und Glenn ein Paar werden. Aber es gibt für Glenn auch noch seine Freundin Betty Lee (Perkins). Und auch Glenns Verhältnis zu Irene wird immer vertrauensvoller, da sie ihn versteht, und seine Fähigkeiten als Schriftsteller fördert. Als die beiden wegen eines Unwetters in einem Motel Zuflucht suchen müssen, belegen sie trotz der spürbaren Spannung getrennte Zimmer. Dummerweise wird ihr Aufenthalt dort von Cliff (Lockwood), dem Sohn von Irenes Freund Phil (Ireland), entdeckt. Daraufhin eskaliert die Situation, da Phil Irene entsprechende Vorhaltungen macht. Glenn will Cliff wegen seiner Falschdarstellung zur Rede stellen, wird von ihm provoziert, und schlägt zu, woraufhin Cliff tot zu Boden fällt. Bei der Verhandlung leugnet Phil jedoch die Herzkrankheit seines Sohnes, und gibt somit Glenn die Schuld am Tod. Irene fährt nun verzweifelt heim, und will in ihrer Garage mittels Abgasen Selbstmord begehen. In letzter Sekunde wird sie gerettet, und der erschütterte Phil berichtet die Wahrheit über die Herzerkrankung Cliffs, welche dessen Tod verursachte. Es gibt jedoch kein Happy-End, denn in der Schlussszene besteigt Glenn allein einen Zug in Richtung Hochschule, um Schriftsteller zu werden.
Man wundert sich, dass Elvis bei solch einer dramatischen Handlung tatsächlich noch Zeit für ein paar Songs zugebilligt wurde. Im Vor- und Abspann hört man den Titelsong „Wild in the Country“, der es als B-Seite zur Single „I Feel So Bad“ (RCA 47-7880) schaffte, auf Platz 1 der britischen Charts zu landen. Ted Herold wagte sich an eine deutsche Version, die Polydor hierzulande als „Das Lied von der Liebe“ auf Single herausgab (NH 24535). Zwei weitere Aufnahmen im Film hießen „I Slipped, I Stumbled, I Fell" und die Ballade „In My Way", doch beide gab es erst 1965 auf der Vinyl-LP „Elvis for Everyone“ (RCA LSP-3450) zu kaufen. Die Filmhandlung bietet noch eines der seltenen Duette von Elvis, „Husky Dusky Day“ mit Hope Lange. Ein weiterer Titel wird zwar im Kino-Trailer angestimmt, jedoch im Film nicht verwendet: „Lonely Man“, der ebenfalls auf eine B-Seite verbannt wurde, und somit hinter Elvis‘ Nummer-1-Hit „Surrender“ (RCA 47-7850) zurückstehen musste.



Als Bluray bietet diese Scheibe Deutsch und Englisch in DTS-HD MA 2.0, sowie Untertitel ebenfalls in beiden Sprachen. Das 2,35:1-Bildformat verursacht auf den gängigen 16:9-Fernsehschirmen oben und unten schmale schwarze Balken. Unter den Extras finden sich sowohl der US- als auch der westdeutsche Kinotrailer. In die Bildergalerie packte man viele internationale Kinoplakate, zahlreiche kolorierte Aushangfotos, und dazu jede Menge s/w-Bilder, überwiegend aus dem Film und von den Dreharbeiten. Die Idee der Jukebox mit der Möglichkeit, im Film gezeigte Titel sozusagen als Videoclips aufzurufen, wird auch hier umgesetzt. Und zu guter Letzt enthält die Bluray ein überwiegend farbig illustriertes Booklet, gefüllt mit Bildern von den Dreharbeiten, mit Aushangfotos, sowie Abbildungen von Schallplattenhüllen. Dazu gibt es seitens der Bonner Elvis-Presley-Gesellschaft Anmerkungen zum Film und Soundtrack.
Aber es gibt noch ein weiteres Extra. Zusammen mit der Firma Koch Films aus Planegg verlosen wir vom Country-Mag jetzt zwei Bluray-Ausgaben des Elvis-Films „Lied des Rebellen“. Die Teilnahme an der Verlosung ist denkbar einfach – man schickt eine eMail mit genauer Absenderangabe an

webmaster@country-mag.de,

und schon erhält man die Chance auf den Gewinn einer der beiden Blurays. In die Betreffzeile gehört diesmal: „Lied des Rebellen“. Als Einsendeschluss gilt der 15.2. 2019.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen allen Teilnehmer/inne/n natürlich wie stets: viel Glück!

Ulrich K. Baues