Bluray: Die Stadt der Verlorenen

Paul Bonnard (Brazzi) will in der Sahara einen Schatz finden, den sein Vater dort in einer verlassenen Wüstenstadt hob, und wieder versteckte. Hierzu heuert er in Timbuktu den ortskundigen Joe (Wayne) als Unterstützung an. Den beiden drängt sich auch Dita (Loren) als Begleitung auf, trotz beider Bedenken. Aber sie gefällt Bonnard sehr, und daher darf sie mit. Schon zu Beginn der Reise geraten sie in ein Unwetter, müssen unter Zeltplanen flüchten, wobei sich Joe und Dita näherkommen. Dann wird das Trinkwasser knapp, und erst in allerletzter Minute erreichen sie die verlorene Wüstenstadt samt Wasserstelle. Dort finden sie allerdings auch drei Skelette, und ein Schreiben von Bonnards Vater, wonach er die beiden anderen aus Eifersucht tötete, um dann Selbstmord zu begehen. Den besagten Schatz findet Joe ebenfalls. Als Bonnard nun Dita bedrängt, weist sie ihn jedoch ab. Die Spannung zwischen den Männern entlädt sich daraufhin in einer Schlägerei, Am Morgen danach ist Bonnard samt den Pferden, den Vorräten und dem Schatz fort. Joe und Dita verfolgen ihn in der Hitze, finden erst ein Transportpferd, und dann den fast verdursteten Bonnard selbst. Doch während sie nach Wasser für ihn graben, sticht Bonnard Joe erst nieder. Als er dann zum tödlichen Stich ansetzt, erschießt Dita ihn. Eine zufällig in der Nähe vorbeiziehende Karawane rettet die beiden. Trotz der spannenden und dramatischen Handlung erzielte der Film nicht den erhofften Andrang an den Kinokassen. In der 1958er Jahresbilanz des Fachmagazins Variety für Nordamerika teilten sich Waynes „Stadt der Verlorenen“ mit Gregory Peck und seinem Western „Bravados“, sowie dem s/w-Kriegsdrama „Der Schlüssel“ (The key) – ebenfalls mit Sophia Loren – einen kaum zufriedenstellenden 40. Platz.
Die Bluray-Ausstattung enthält mit Deutsch und Englisch die gängigen Sprachen in DTS-HD MA 2.0, und die Möglichkeit zur Untertitelung in Deutsch. Das Bildformat 2,35:1 verursacht auf 16:9-Monitoren oben und unten schwarze Streifen. Die Extras bestehen aus dem Original-Kinotrailer und einer umfangreichen Bildergalerie mit zahlreichen Filmplakaten und Aushangfotos, etc. Der Bluray liegt noch eine DVD mit einer rund neunzig Minuten langen britischen Dokumentation über den Kameramann und 1948er Oscar-Preisträger Jack Cardiff bei.
Ulrich K. Baues