Bluray: Bud Spencer & Terence Hill – Die 10er Haudegen-Box

Mit ziemlicher Sicherheit wird diese Box bei den Fans von Bud Spencer und Terence Hill auf Begeisterung stoßen. Hier sind nämlich viele der großen Kinoerfolge der beiden Filmstars versammelt, jedenfalls soweit sie einer „Haudegen“-Definition standhalten. Und außerdem gibt es keinerlei Überschneidungen zur 10er-Box vom Vorjahr „Bud & Terence hoch zehn – Die besten Filme der beiden Haudegen“ (siehe Country-Mag vom 27. Oktober 2014). Die jetzigen zehn Scheiben bieten insgesamt neun Filme, da von „Vier Fäuste für ein Halleluja“ zwei unterschiedliche Fassungen präsentiert werden. Mit den beiden eben genannten „Fäusten“, sowie mit „Joe, der Galgenvogel“ und „der rechten und linken Hand des Teufels“ finden sich somit vier Western unter dieser Kollektion. Weitere gemeinsame Streifen heißen „Das Krokodil und sein Nilpferd“, „Zwei Asse trumpfen auf“, sowie natürlich die „Zwei Himmelhinde auf dem Weg zur Hölle“. Neben dem „Galgenvogel“ tritt Terence Hill auch im „Supercop“ ohne Buds Unterstützung an, und umgekehrt kann sich Bud Spencer als „Banana Joe“ sowie in „Auch die Engel essen Bohnen“ ohne Terence durchschlagen. Man kann über den Sinn der jeweiligen Handlung und über das Niveau der Prügeleien sicherlich kritisch debattieren, doch Fakt ist nun mal, dass es sich bei allen hier vorgestellten Filmen um Produktionen handelt, die hierzulande und teils auch im übrigen Europa in den siebziger und frühen achtziger Jahren Garanten für volle Kinosäle abgaben.
Bei den Ausstattungen der einzelnen Blurays gibt es gravierende Unterschiede. So bieten „Joe, der Galgenvogel“, „Zwei Himmelhunde“ und die Comedy-Version von „Vier Fäuste“ einzig Deutsch als Sprache, wogegen bei anderen Streifen teils Italienisch, oft auch zusammen mit Englisch, angewählt werden kann. Als Format gibt es fast ausschließlich DTS-HD MA. Bei den Untertitelungen findet man ebenfalls mehrere Variationen. Allen Blurays ist das Widescreen-Bild gemein, entweder im Verhältnis 2,35:1 oder 1,85:1, lediglich der „Galgenvogel“ mit 1,66:1 und die „Zwei Asse“ mit 1,78:1 bilden hiervon Ausnahmen. Bonusmaterial findet sich auf sämtlichen Scheiben reichlich, wenn auch völlig uneinheitlich gelagert, seien es unterschiedliche Kinotrailer, Szenevergleiche bei Restaurierungen, Bildergalerien, Berichte von Fantreffen, Interviews, alternative Synchronfassungen, usw.

Ulrich K. Baues