Bluray: Bei Madame Coco

Erste Erfolge erzielte James Garner mit seiner Titelrolle in der TV-Serie „Maverick“, sowie seinem 1957er Kinowestern „Schußbereit“ an der Seite von Randolph Scott. Doch neben weiteren Mitwirkungen in Kriegsfilmen setzte Hollywood den Darsteller auch erfolgreich für seichte Komödien ein. Garner spielte dabei neben weiblichen Stars wie Natalie Wood, Kim Novak, oder Doris Day, bevor man ihn 1966 beim „Duell in Diablo“ und 1967 bei den „Fünf Geächteten“ wieder für Western verpflichtete. Die „Madame Coco“ fällt jedenfalls noch unter die seichte Phase. Der US-Amerikaner Paul (van Dyke) lebt als verkannter Maler in Paris, und mangels verkaufter Bilder will er wieder heim. Sein Kumpel Casey (Garner) will ihn zum Bleiben bewegen. Paul sieht zufällig den Sprung der jungen Nilli (Sommer) in die Seine, hechtet hinterher und rettet sie. Allerdings denkt man, er und Nikki, wären ertrunken. Casey übernimmt nun den Verkauf des vermeintlichen Nachlasses, und fördert auch den rasanten Preisanstieg der bislang unbeachteten Gemälde. Da es für den Absatz der Bilder besser wäre, wenn Pauls Weiterleben nicht bekannt wird, versteckt er sich bei Madame Coco (Merman), die auch mehreren Mädchen ein Zuhause gibt. Hier malt er fleißig weiteren Nachlass. Alles wird kompliziert, als Pauls Verlobte Laurie (Dickinson) zu Besuch kommt. Casey findet sie nämlich überaus anziehend. Paul ist sauer, und will sich rächen. Er schafft es, Casey als seinen Mörder hinzustellen, mit dem Motiv, durch den Verkauf des Nachlasses reich zu werden. Die Situation eskaliert, Casey droht nun die Guillotine, doch irgendwie in einem etwas hektischen Finale klärt sich alles auf.
Den amüsanten Streifen sieht man hier erstmals in HD-Abtastung. Das Kinobild verursacht auf gängigen 16:9-Fernsehern keinerlei schwarze Balken. Zwischen Deutsch und Englisch in DTS HD 2.0 Mono lässt sich wählen, wobei für die englische Version deutsche Untertitel aufgerufen werden können. An Extras werden der Original-Kinotrailer sowie eine Fotogalerie geboten.
Ulrich K. Baues