Bluray: Als Jim Dolan kam

Kaum zu glauben, dass Dean Martin auch einmal die Rolle des Schurken zu spielen vermochte. In „Als Jim Dolan kam“ schaffte er es, auch wenn man anfangs hofft, es wendet sich bezogen auf ihn noch alles zum Guten. Es beginnt mit Alex Floods (Martin) aus dem Hinterhalt abgefeuerten Schuss auf Ben Hickman (McIntire), Fahrer der Postkutsche. Passagier Jim Dolan (Peppard) bringt den Verwundeten nach Jericho. Hier herrscht Flood mit seinen ihm ergebenen Mitstreitern, terrorisiert die Stadt, und stiftet die Menge sogar zu einem Lynchmord an. Bei Molly Lang (Simmons) handelt es sich um die Teilhaberin an der Postkutschenlinie, und sie ist sowohl in wirtschaftlicher als auch zwischenmenschlicher Hinsicht ein Ziel von Flood. Hickman und Dolan wohnen bei ihr. Anfangs versucht Flood, Dolan für sich zu gewinnen, und in manchen Momenten scheint es auch zu gelingen. Aber dann werden Floods Machenschaften zu rauh, auch gegenüber Molly. Als zwei von Flood eingesetzte Hilfssheriffs Mollys Postkutsche mitnehmen wollen, stellt sich ihnen Dolan in den Weg, und verhindert dies. Damit eskaliert die Situation völlig. Dolan, der wieder genesene Hickman, und einige von Flood bedrängte Bürger holen zum Gegenschlag aus, treiben Floods Rinder weg, und sprengen seine Farm und Mine in die Luft. Flood reitet mit seinen Männern los, um die Täter zu stellen, doch nun erheben sich weitere Bürger gegen ihn. Bei seiner Rückkehr kommt es zu einer dramatischen Schießerei, bei der nur Flood entkommen kann, nachdem er Hickman erschießt. Dolan folgt ihm, und kann ihn in einem spannenden Showdown töten.



Mit Deutsch und Englisch im Tonformat PCM 2.0 bietet die Scheibe die beiden gängigen Sprachen. Untertiteln lässt sich lediglich mit Englisch. Das Bild im Verhältnis 2,35:1 verursacht am oberen und unteren Bildrand schwarze Streifen. Beim Bonusmaterial lässt sich eine höchst umfangreiche Bildergalerie mit vielen Filmplakaten und Aushangfotos aufrufen, sowie der Original-Kinotrailer, worin Dean Martin neben Szenen aus dem Film auch zwischendurch Kommentare an die potentiellen Kinobesucher abgibt. Der im Vorspann genannte Titel „Hold Me, Now and Forever“ der kaum bekannten Gesangsgruppe Kids Next Door läuft erst im Abspann; zusammen mit „The Devil Rides in Jericho“ erschien er im Juni 1967 zwar in den USA auf einer Single (Decca 32157), hinterließ jedoch keine Spuren in den Charts.

Ulrich K. Baues