Die Söhne der großen Bärin

Die Geschichte spielt in den Black Hills der späten siebziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts. Die Verträge der Sioux mit den Vertretern der US-Regierung erweisen sich als hinfällig, da auf Indianerland Gold gefunden wurde. Tokei-ihto (Mitic) erlangt die Häuptlingswürde, als sein Vater von Red Fox (Vrstala) getötet wird. Somit führt er Verhandlungen im Fort, die seitens der Soldaten nicht immer fair gestaltet werden. Letztendlich wird Tokei-ihto sogar gefangen genommen, als er sich trotz mehrerer Angebote weigert, seinem eigenen Volk durch Preisgabe der Goldfelder in den Rücken zu fallen. Nach seiner Freilassung ziehen die Indianer Richtung Kanada, doch noch vor Erreichen der sicheren Grenze rechnet Tokei-ihto mit Red Fox ab. Die “Söhne der großen Bärin“ stellen den ersten DEFA-Indianerfilm dar, dem sich noch rund ein Dutzend weitere Produktionen anschlossen. Gojko Mitic – damals u. a. durch seine Darstellung Häuptling Wokadehs im Karl-May-Film “Unter Geiern“ bekannt – übernahm in allen Produktionen die Hauptrolle. Die Reihe wurde international ganz bewusst unter dem Etikett “Indianerfilme“ vermarktet, denn sie sollte inhaltlich und ideologisch auf Distanz zu den “Western“ und den “Cowboyfilmen“ bleiben.
Das Bild der Bluray-Fassung ist auf 16:9-Monitoren am besten aufgehoben. Beim Tonformat findet sich die Angabe Dolby Digital 2.0. Als Extra bietet die Scheibe zwar ein neueres, 45 Minuten langes Interview mit Gojko Mitic, doch leider verzichtete man auf das schöne Bonusmaterial der damaligen DVD-Ausgabe (s. Western Mail November 2001).

Ulrich K. Baues