Buch: USA Nordwesten

Wer seinen diesjährigen sommerlichen US-Westküstenurlaub noch nicht so fest geplant haben sollte, weil es in Kalifornien dann noch sehr, sehr warm werden kann, dem sei ein Blick in diesen Reiseführer angeraten. Hier gibt es zwar ebenfalls Empfehlungen zum „Golden State“, doch nördlich davon liegen dann die Alternativen Oregon und Washington, und östlich davon die Cowboy-Staaten wie Montana, Idaho, Wyoming, Nevada, Utah, Colorado, sowie die beiden Dakotas. Unmöglich, dies alles in einem einzigen Urlaub mitzunehmen. Doch dank des vorliegenden Handbuches wird es dem potentiellen Reisenden zumindest bei der Streckenplanung einfach gemacht. In bewährter Manier gibt es hier mehrere Offerten zu Routen, denen man zumindest im Groben folgen kann. Schwerpunkte bilden Seattle, Yellowstone, Salt Lake City, San Francisco, und zurück nach Seattle. Ob man von dieser riesigen Schleife abweicht, und den vielen einzelnen Empfehlungen und Tipps des Buches folgt, sollte der Urlauber selbst entscheiden. Egal wie, hier stehen die Hinweise, die man braucht, nämlich was in welchen Orten sehenswert ist, welche landschaftlichen Sensationen warten, wo Geschichte geschrieben wurde, usw. Die Schlacht am Little Big Horn spiegelt sich hier wider, ebenso das Massaker vom Wounded Knee, hinzu kommen Rodeos, Indianer, Cowboys, Farmen, Rinder – also: willkommen im Western-Urlaubsland. Was der Nordosten der USA ebenfalls bietet sind die Rocky Mountains in ihrer ganzen Pracht. Dazu gehören auch der Mount St. Helens, dessen Ausbruch im Mai 1980 die dortige Umgebung prägte, und die unzähligen Nationalparks. Die bei Iwanowski stets vorhandenen grundlegenden Informationen zu Geschichte, Kultur, Einreisen, Klima, Telefon, Übernachtungen, usw. finden sich natürlich auch in diesem Buch. Der praktische Kostenüberblick hilft ungemein bei der Planung, die durchgehend farbigen Fotos und Pläne erleichtern die Orientierung, und die vielen nützlichen Tipps, wie z. B. zu Speisen, Getränken, Trinkgeldern, bewahren manchen Reisenden womöglich vor unangenehmen Überraschungen. Und auch diesmal bietet Iwanowski als praktische Ergänzung die auf den Detailkarten eingedruckten QR-Codes, mit denen sich die Pläne samt Infos auf den Tablet-PC laden lassen.

Ulrich K. Baues