Buch: Songs For Everyone (John Fogerty und Creedence Clearwater Revival)

Der Journalist Mark Bloemeke weiß sehr viel über John Fogerty, die Musik von Creedence Clearwater Revival und hat viel von diesem Wissen bereits vor einigen Jahren al Mit-Autor der deutschen CCR Biographie („John Fogerty und das Drama Creedence Clearwater Revival“ Voodoo Verlag 2004) veröffentlicht. Nun folgt ein zweites Buch, welches sich dem ausschließlich mit dem Blick auf CCR Mastermind John Fogerty und seine musikalischen Veröffentlichungen beschäftigt. Bloemeke zeichnet die Geschichten, Hintergründe und Motivationen rund um alle Songs auf, die John Fogerty, sei es als Teil von CCR oder als Solointerpret, zwischen 1967 und 2013 aufgenommen hat.
Entstanden ist ein kurzweiliger, vor Informationen nur so strotzender Almanach, in dem die Leser/innen auf eine Zeitreise durch die Karriere von John Fogerty, seiner Band CCR und die allgemeine Musikgeschichte zu den jeweiligen Veröffentlichungsdaten mitgenommen werden. Man möchte bei den interessanten Geschichten zu vielen Songs ganz schnell zum Plattenschrank gehen und die jeweilige LP auf den Plattenteller legen, um das Gelesene nach Möglichkeit umgehend aus den einzelnen Songs heraushören zu können.
Bloemeke hat, noch viel mehr als in der Biographie der Band von Anfang dieses Jahrtausends, Wert auf Informationen aus Interviews, Internetrecherche und ähnlichen heute zugänglichen Quellen gelegt. So gibt es neben den Stories zu den Songs aller 18 Alben von John Fogerty (eins davon, nämlich „Hoodoo“ von 1976 unveröffentlicht) immer wieder kurze Abschweifungen über den Tellerrand Bandgeschichte hinaus in die Welt der Musik und des Business. Oftmals litt gerade John Fogerty unter den Gesetzen dieses harten Musikgeschäfts, scheiterte in seiner Karriere auch mehrmals mit Projekten daran, aber manchmal schlug auch er den Großen des Business mal ein Schnäppchen und ließ sie in den Songs seiner Alben nach seiner Pfeife tanzen oder einfach nur mal ganz schlecht aussehen.
Für Country Music Fans sind diese Geschichten um John Fogerty schon deshalb ein Muss, weil Fogerty schon seit jeher eine gewisse Affinität zur Country Music hatte und diese auch durch das legendäre Blue Ridge Rangers Album von 1973 auslebte und später sogar etliche Duette mit großen Countrystars aufnahm. Auch wenn diese Kollaborationen mit Größen der Szene wie Miranda Lambert, Brad Paisley, Keith Urban, Alan Jackson oder der Zac Brown Band nicht immer den Geschmack aller John Fogerty Fans treffen konnten.
Ich kann das Buch nur allen Interessierten ans Herz legen und Euch allen genauso viel Lesespaß wünschen, wie ich ihn hatte. Nun lege ich aber erst einmal „Premonition“ in den CD Player und genieße John Fogerty in Höchstform.

Kai Ulatowski

www.voodoo-verlag.com