Buch: Jock Mahoney – The Life and Films of a Hollywood Stuntman

Auch hierzulande verfügte Jock Mahoney zwischen 1967 und 1969 über einen hohen Bekanntheitsgrad. Zu jener Zeit strahlte das ZDF insgesamt 26 Folgen der TV-Serie “Yancy Derringer“ aus, fast zehn Jahre nach ihrem Entstehen. Jock besetzte darin die Titelrolle als ehemaliger Südstaatenoffizier in New Orleans, während der Zeit kurz nach Ende des Bürgerkrieges. Als stets elegant gekleideter Gentleman prägte er diese Serie maßgeblich, und hatte daher auch hierzulande viele Fans. Der 1919 in Chicago als Jacques O‘Mahoney geborene Sohn irisch-deutscher bzw. französisch-indianischer Eltern wuchs in Iowa auf, doch sein Weg führte ihn bald nach Hollywood. Er begann seine Karriere allerdings nicht als Schauspieler, sondern nutzte anfangs seine athletische Figur, um als Stuntman für andere Stars einzuspringen. Ab Ende der vierziger Jahre gab es dann auch kleinere Schauspielrollen für ihn, und in den fünfziger Jahren galt er als ein gefragter Darsteller, vorwiegend im Western-Genre. Während der sechziger Jahre erhielt er sogar die Titelrolle in zwei “Tarzan“-Verfilmungen. Später nutzte er häufig die Möglichkeit zu Gastauftritten in TV-Westernserien, sowie auch in “Batman“ oder “Die Straßen von San Francisco“. Jock Mahoney starb 1989 an den Folgen eines durch seinen Schlaganfall verursachten Verkehrsunfalls. Der Autor beschreibt hier die gesamte und keineswegs alltägliche Lebensgeschichte des Film- und TV-Stars. Er nutzte hierfür seine Möglichkeiten, um Gespräche oder Korrespondenz mit Familienmitgliedern und Kollegen zu führen, darunter so prominente Hollywood-Stars wie Robert Fuller und Burt Reynolds. Eine mehrseitige Auflistung aller Engagements Mahoneys als Stuntman und Darsteller beschließt diese mittels einzelner s/w-Fotos illustrierte und sehr informative Biografie.

Ulrich K. Baues