Buch: Encyclopedia of Pop Music Aliases, 1950-2000

Nicht jede/r erfolgreiche Interpret/in begann den Karrierestart unter demselben Namen, der schließlich zum Markenzeichen wurde. Bekanntestes Beispiel hierfür sind die Beatles, die zuerst als Beat Brothers, und dann als Tony Sheridan & the Beatles starteten, bevor einzig „the Beatles“ auf den Schallplattenlabels und –hüllen prangte. Es gab jedoch noch viele weitere Stars, die ähnlich geartete Anläufe nehmen mussten, bevor sie wahrgenommen wurden. Andere legten sich noch während ihrer laufenden Karriere einen weiteren Namen zu, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Autor Leszczak trug hier eine riesige Sammlung solcher Fälle zusammen, und darunter finden sich auch jede Menge Künstler aus der Country-Szene. Manche Geschichten hierzu sind allgemein bekannt, wie der Start von Bobby Bare als Bill Parsons, oder von Kenny Rogers als Lee Harrison. Andere dürften etwas überraschend sein, wie beispielsweise über Mickey Gilley, der sowohl als Freddie Vel, als auch unter dem Namen Carl Wheeler Schallplatten aufnahm. Die Verbindung von Big & Rich mit Lonestar dürfte dagegen allgemein bekannt sein, ebenso der Zusammenhang von Hank Williams sr und Luke the Drifter. Mehrere hundert Einträge füllen diese Enzyklopädie, und zu allen nennt der Autor die jeweiligen Namen, den Zeitraum der Karriere, welche Aufnahmen erschienen sind, ggfs. deren Plazierungen in den Hitparaden, und es gibt einen textlichen Beitrag mit den nötigen Hintergrundinformationen. Zur Illustration gibt es häufig s/w-Abbildungen seltener Singles, und zu ganz wenigen Ausnahmen auch ein Foto des Künstlers. Einige Beispiele für die hier vorgestellten Country-Interpreten lauten übrigens Garth Brooks, Glen Campbell, Creedence Clearwater Revival, Freddy Fender, George Jones, Buck Owens, Linda Ronstadt, Webb Perce oder Sheb Wooley, womit eine interessante Lektüre garantiert ist.

Ulrich K. Baues