Buch: Bringing it to You Personally – The Autobiography

In den Wochen nach dem plötzlichen Tod von Elvis Presley am 16. August 1977 erschienen überwiegend in den USA viele der sogenannten Tribute-Songs, also Titel, in denen das Ableben des so tragisch verstorbenen Königs des Rock & Roll beklagt und sein musikalisches Lebenswerk verklärt wurde. Zwei davon erzielten auch international Erfolge, einmal Merle Haggard mit „From Graceland to the Promised Land“, und eben Ronnie McDowell mit „The King Is Gone“. Doch Ronnie beließ es nicht bei der Rolle eines Tribute-Sängers, sondern wandelte sich in einen erfolgreichen Country-Interpreten, der besonders in den achtziger Jahren mit Titeln wie „Older Women“ auf eine solide Karriere in der Country-Szene blicken konnte. Hier legt er eine Autobiografie vor. Ronnie erzählt hier seine Lebensgeschichte in kleinen, handlichen Abschnitten, vor allem, wie der Erfolg von „The King Is Gone“ für ihn den Weg frei gab, eine erfolgreiche Karriere in der Country-Music zu starten. Allerdings, als Elvis-Fan vergaß er nie den Hintergrund seines musikalischen Werdegangs; Aufnahmen gemeinsam mit den Jordanaires beispielsweise zeugten noch Jahre später von seiner Verbundenheit mit dem verstorbenen „King“. Er stellte auch seine Stimme für Elvis-Gesangstitel in Spielfilmen zur Verfügung.
Im Kapitel „My Musical Family“ vermittelt Ronnie uns dann seine Anmerkungen über Musikerkollegen wie Carl Perkins, Jerry Lee Lewis, George Jones oder George Strait, und noch viele weitere. In „My Elvis Family“ gibt er noch Erinnerungen an Persönlichkeiten wie Sam Phillips von Sun Records, an Elvis‘ Gattin Priscilla, sowie an Musiker wie Scotty Moore oder D. J. Fontana preis. Drei Hochglanzfototeile illustrieren das Buch. Während man für den ersten Teil Bilder einleitend aus der Jugend und den Anfängen von Ronnies Karriere auswählte, werden im zweiten Teil gerade die ersten Erfolge visuell verewigt, wogegen im dritten Teil viele farbige Aufnahmen, allein oder mit Sangeskollegen, zu finden sind. Insgesamt stellt diese Biografie eine sehr persönliche Sicht der Dinge dar, wie ja mit einem Begriff aus dem Untertitel des Buches, also „Personally“, bereits angedeutet wird. Leider verzichtete Ronnie hier auf einen diskografischen Teil, womit sicherlich jeder Fan vollends zufriedengestellt worden wäre.

Ulrich K. Baues