Bluray: Elvis – That’s the Way It Is

Die Geschichte startet laut Einblendung im Juli 1970 in Culver City, Kalifornien: Elvis gleitet mit seinem Wagen durch das Eingangstor des MGM-Geländes, und rollt bis zu einem Studioeingang. Dann wird es ernst, denn hier laufen die Proben für die nächsten Songs und anstehenden Konzerte. Die Kamera beobachtet den „King“ bei seiner Arbeit, fängt neben den reinen Blickwinkeln in Richtung Künstler und Mikrofon auch einige lustige Szenen ein, und sorgt damit in den ersten zwanzig Minuten für eine entspannte Atmosphäre. Der Schwenk nach Las Vegas beginnt dann ebenfalls mit Proben. Auch Vorbereitungen für die Konzertreihe im damaligen International Hotel werden gezeigt – die riesigen Ankündigungstafeln beschriften, unzählige Plakate drucken, usw. Doch dann kommt Elvis selber wieder ins Spiel, die Anspannung steigt sofort spürbar, und plötzlich steht er auf der Bühne. Es sind Mitschnitte der ersten Shows aus Elvis‘ Engagement vom August 1970 in Las Vegas. Die Vorstellungen sind perfekt, gleichfalls die Auswahl der Songs, es gibt Rock’n’Roll ebenso wie Balladen, einige Country Songs, und natürlich die seinerzeit populären Hits wie „Suspicious Minds“ oder „In the Ghetto“. Die mit der Kamera eingefangenen Reaktionen des Publikums sprechen Bände. Was nicht so perfekt rüberkommt, sind Titel wie „I Just Can’t Help Believin‘“, welche man schlichtweg in minderer Qualität in den Bonusteil verbannte. Damit wird die ursprüngliche Kinoversion stark verändert, was sicherlich nicht jeden Elvis-Fan begeistern wird. Der Abspann zeigt auch die Begegnungen Elvis‘ mit den Filmstars Cary Grant, George Hamilton, und Sammy Davis jr. Im Bonusteil gibt es noch den Original-Kinotrailer, sowie weitere Outtakes, und eine Dokumentation über die Restaurierung des Streifens. Diese im Jahr 2000 durch den Filmrestaurator Rick Schmidtlin bearbeitete Version gab es bereits auf DVD.
Obwohl es sich um die deutsche Version handelt, bietet das Menü lediglich Englisch, Spanisch und Portugiesisch als Sprachen an. Bei den Untertitelungen ist eine größere Auswahl, und hier gibt es u. a. auch Deutsch. Als ehemaliger Kinofilm zeigt der Streifen natürlich ein 16:9-formatiges Bild.

Ulrich K. Baues